Starker Regen, der in der Nacht auf Freitag, 20. Februar, in Nassschnee übergegangen war, sorgte in weiten Teilen der Südoststeiermark großflächig für Schneebrüche und entwurzelte Bäume. Besonders betroffen waren nach Angaben Michael Luidolds die Bezirke Hartberg-Fürstenfeld und Leibnitz sowie der Südosten der Bezirke Weiz und Graz Land.
Belastbare Angaben zu Schadholzmengen könnten seriöser Weise noch nicht gemacht werden, weil es sich vor allem um Einzelwürfe und -schäden verstreut über ein relativ großes Gebiet handle, betonte der steirische Landesforstdirektor. Nach ersten Abschätzungen auf Basis von Drohnendaten gehe er davon aus, dass die Schäden etwa zu gleichen Teilen im Laub- und Nadelholz aufgetreten seien – tendenziell bei randständigem Laubholz entlang von Waldrändern, Verkehrswegen und Starkstromleitungen, bei Nadelholz eher im Bestandesinneren. „Randständige Laubbäume haben oftmals eine gewisse Stammneigung für mehr Lichtexposition. Das exponiert sie dann aber auch gegenüber schwerem Neuschnee, und es kommt dann oft zu Brüchen oder gar Entwurzelungen. Wäre ein nadelholzdominiertes Gebiet betroffen gewesen, wären die Schäden wahrscheinlich noch viel höher ausgefallen“, weiß Michael Luidold aus Erfahrung.
Innerhalb von 48 Stunden waren die Schneemengen dann auch schon wieder abgetaut. Es seien viele Kleinwaldbesitzer von den Schäden betroffen gewesen, so Luidold. Die Aufarbeitung werde wohl geraume Zeit beanspruchen. Mit Marktverwerfungen durch große zusätzliche Rundholzmengen rechnet er nicht.