2025 betrug die Holznutzung im österreichischen Wald insgesamt 19,56 Mio. Efm ohne Rinde. Das bedeutet einen Rückgang von 2,4% im Vergleich zum Vorjahr (2024: 20 Mio. Efm). Von der geernteten Holzmenge entfällt mit 11 Mio. fm oder 56,3% des Einschlags der größte Anteil auf Sägerundholz, 5,9% davon als Sägeschwachholz. Auf Industrieholz entfallen 3,22 Mio. fm oder 16,5% des Einschlages – im Vergleich zum Vorjahr ist dieser Wert relativ konstant. 5,32 Mio. fm oder 27,2% des Einschlags gehen in die energetische Nutzung, der Großteil davon als Waldhackgut. Holz aus Vornutzungen im Zuge von stabilisierenden Pflegemaßnahmen machte einen Anteil von 25,3% aus. Das bedeutet einen Anstieg von 17,6% im Vergleich zum Jahr 2024.
Die Schadholzmenge ist zwar laut HEM 2025 deutlich gesunken, beträgt mit 6,38 Mio. Efm jedoch immer noch 32,6% des Holzeinschlages. Dieser Rückgang ist insbesondere auf das Ausbleiben größerer Windwurf- und Schneedruckschäden im Vorjahr zurückzuführen. „Gleichzeitig bleiben die Borkenkäferschäden auf einem hohen Niveau. Das verdeutlicht, wie wichtig ein vorausschauender Waldumbau ist, um unsere Wälder langfristig widerstandsfähiger zu machen. Als BMLUK treiben wir daher den Einsatz klimaresilienter Baumarten und den Umbau zu stabilen Mischwäldern im Rahmen des Waldfonds gezielt voran.“ Die durch Borkenkäfer verursachten Schadholzmengen machen mit 2,9 Mio. Efm nahezu 50 % des gesamten Schadholzanfalles aus. Dies unterstreiche den anhaltenden Handlungsbedarf in der Borkenkäferbekämpfung. Entscheidend seien dabei eine konsequente Überwachung der Wälder und der gezielte Einsatz von Monitoringfallen, um Massenvermehrungen frühzeitig zu erkennen und rasch zu handeln, rät das Ministerium.
Der insgesamt trockene Winter 2025/26 – mit rund 22% weniger Niederschlag als im langjährigen Durchschnitt – verschärft die Lage zusätzlich. Die Niederschläge im Februar konnten das Defizit nur teilweise ausgleichen. Gerade der Wasserhaushalt im Frühjahr ist jedoch entscheidend für die Widerstandskraft unserer Wälder in den Sommermonaten und damit auch für die Resilienz der Bäume gegen den Borkenkäferbefall.