HR Dipl.-Ing. Jakob Mühlbacher – 90 Jahre

Ein Artikel von Andreas Holzinger | 17.04.2026 - 12:05

In Mössna/Sölktal 1936 geboren, absolvierte Mühlbacher seine Studienzeit in Mindestdauer, übernahm im Jahre 1967 die Forstverwaltung St. Gallen der Steiermärkischen Landesforste, die er bis zur Ernennung zum Direktor der gesamten Landesforste Admont und St. Gallen mit viel Umsicht und Geschick leitete. Der Wechsel in die Admonter Forstdirektion erforderte dann aber teilweise schmerzhafte Einschnitte in die Unternehmensstruktur des Großbetriebes Steiermärkische Landesforste: So musste 1992 das betriebseigene Sägewerk in Gstatterboden aus Kostengründen stillgelegt werden, musste die Forstverwaltung Gstatterboden gleichzeitig mit der Direktion in Admont verbunden und Försterreviere zusammengelegt werden - in Fachkreisen der 70er Jahre durchaus übliche und organisatorisch sinnvolle Maßnahmen! Eckpunkte seiner Wirtschaftsführung als Forstdirektor: Eine solide Grunderschließung der Wälder, die flächendeckende Forsteinrichtung von immerhin 28.000 ha und die Heranführung der Schalenwildbestände an ein waldbaulich verträgliches Maß. Seine ehrlich geradlinige Art ohne Schnörkel aber mit Kanten, sein klarer Blick für notwendige Rationalisierungen und seine Beharrlichkeit in der Durchbringung betrieblicher Zielsetzungen waren seine Markenzeichen. Seine behutsame ökologische Waldbehandlung im Teamwork mit seinen beiden Forstmeisterkollegen Jürgen Thum und Willi Gössler und den Revierleitern wird heute noch in Fachkreisen geschätzt. Auch dafür gebührt ihm Dank und Anerkennung! Die - sich politisch anbahnende - Installierung des Großschutzgebietes "Nationalpark Gesäuse" auf Flächen der Landesforste überließ Jakob Mühlbacher - da nicht gerade sein Herzensanliegen - seinen forstlichen Nachfolgern Thum und Holzinger! Jakob Mühlbacher lebt heute mit seiner Gattin im beschaulichen St. Nikolai im Sölktal und ist noch erfreulich rüstig und vital! Ad multos annos, lieber Jakob!